Roksolana Petsa – Ukraine – G-Kurs 2013

Roksonlana klein„Es heißt: Alles, was geschieht, führt zum Besseren. Damals war ich dieser Aussage gegenüber etwas skeptisch als ich erfuhr, dass ich das Studium an der Universität erst nach dem Abschluss des Studienkollegs aufnehmen durfte. Und heute? Heute weiß ich genau, dass man den alten Weisheiten sein Vertrauen schenken soll“

 

Welche Erinnerungen haben Sie an das Studienkolleg (fachlich/menschlich/nützlich)?

 

Es heißt: Alles, was geschieht, führt zum Besseren. Damals war ich dieser Aussage gegenüber etwas skeptisch als ich erfuhr, dass ich das Studium an der Universität erst nach dem Abschluss des Studienkollegs aufnehmen durfte. Und heute? Heute weiß ich genau, dass man den alten Weisheiten sein Vertrauen schenken soll. Das Jahr am Studienkolleg erwies sich als ein Sprungbrett, das mir den wichtigen Schwung gab und das reibungslose Eintauchen ins Studienleben ermöglichte. Man könnte es das „Schnupperjahr“ nennen: Man erfährt, wie das Bewertungssystem in Deutschland funktioniert, mit welchen Ansprüchen man konfrontiert wird, wie die Prüfungen verlaufen usw. Außerdem erwirbt man das fachliche Wissen unmittelbar auf Deutsch, was den Einstieg ins Studium enorm erleichtert. Die vertraute Atmosphäre im Unterricht nimmt einem die Ängste weg; man lernt neue Menschen kennen, die sich in ähnlicher Lage befinden und zusammen meistern sie diese letzte Hürde, die der Anfang einer Ära bedeutet.

 

Wie haben Sie das Studienfach gefunden (Schwierigkeit/Erfahrungen im Studium)?

Ich studiere Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft im Hauptfach und Romanistik mit Schwerpunkt Sprachwissenschaft im Nebenfach. Dank des Literaturunterrichts im Kolleg konnte ich erkennen, welcher Beruf mir wirklich am Herzen liegt. Die Tatsache, dass man sein Studium in einer (oder mehreren) Fremdsprache(n) absolviert, stellt an sich kein Hindernis dar. Natürlich muss man etwas intensiver lernen und braucht dafür etwas mehr Zeit, aber es ist alles im Bereich des Machbaren. Beide Institute – für AVL und für Romanistik – bemühen sich sehr, das Studium möglichst anspruchsvoll zu gestalten, was die hohe Qualität der Ausbildung mit sich bringt. Mit großer Sorgfalt wird außerdem auf die Forschung geachtet, sodass die Absolventen eine reale Chance haben, ihren Beitrag zur Wissenschaft zu leisten. Man muss nur die Hand ausstrecken und nach dieser Möglichkeit greifen.