„Durch die tatkräftige Unterstützung und Motivation meiner Lehrer im Studienkolleg, konnte ich meine Ziele erreichen.“

Sujan aus Nepal besuchte im Jahr 2011/12 das Studienkolleg und studiert zurzeit Humanmedizin an der Goethe-Universität.

Mein Name ist Sujan Maharjan und ich komme ursprünglich aus Kathmandu in Nepal. Im Jahre 2011/12 habe ich das Studienkolleg Frankfurt am Main besucht und zurzeit studiere ich Humanmedizin an der Johann-Wolfgang-Goethe Universität Frankfurt am Main. Im Allgemeinen konnte ich aus dem Studienkolleg sehr viel mitnehmen. Nicht nur die Weiterbildung meiner Sprachkenntnisse, sondern das Knüpfen von Freundschaften und die Integration in die Gesellschaft war ein großer Bestandteil aus der Studienkollegzeit.

Die Zeit im Studienkolleg gehört, wie zu meinen Schulzeiten in Nepal, zu den besten und unvergesslichen Momenten meines Lebens. Durch die tatkräftige Unterstützung und Motivation meiner Lehrer im Studienkolleg, konnte ich meine Ziele erreichen. Dafür bin ich sehr dankbar. Das Studienkolleg empfinde ich als eine Stufe zwischen der Universität und der Integration in die  deutsche Kultur. Der  Lernstoff im Studienkolleg ist weitestgehend mit dem Lernstoff in Nepal zu vergleichen. Allerdings natürlich alles auf deutscher Sprache. Durch die hilfsbereite Unterstützung meiner Lehrer hatte ich nur selten Probleme im Studienkolleg. Die Lehrer des Studienkollegs waren immer für die Studierenden da und haben sich immer viel Mühe gegeben, auftauchende Probleme zu lösen. Um diese persönlichen Beziehungen aufrechtzuhalten, wird zwei Mal im Jahr ein Kollegfest veranstaltet. Diese ist ein Kennenlernen und Verstehen der verschiedenen Kulturen. Prinzipiell bringt jeder Studierende ein berühmtes Gericht aus seiner Heimat mit und jeder Teilnehmer der Veranstaltung darf von jedem Gericht probieren. Hierbei soll der Austausch der diversen Kulturen gefördert werden und die Studierende haben die Möglichkeit ihre erlernten Deutschkenntnisse zu nutzen und dabei gleichzeitig auch Bekanntschaften zu schließen. Aus meiner Erfahrung ist es für einen ausländischen Studierenden in Deutschland sehr wichtig, Freunde zu haben, die einen unterstützen, wenn es nicht immer glatt läuft. Da die eigene Familie im Heimatland ist, ist man auf die Hilfe der Freunde angewiesen. Aber auch mit unterschiedlichen Charaktereigenschaften von Menschen umzugehen, ist eine Sache, die ich gelernt habe.

Während meiner Studienkollegzeit konnte ich nicht nur meine Deutschkenntnisse stark verbessern, sondern konnte über mich selber hinaus wachsen. Probleme selbst anzugehen und selbstständig zu agieren sind einer der Hauptaspekte. Aufgrund der Sprachbarriere, ist es manchmal schwierig sich in einem fremden Land auszukennen. Man lernt während der Zeit sehr viele Menschen aus unterschiedlichen Kulturen kennen. Interkulturelle Kompetenzen spielen dabei eine große Rolle. Andere Kulturen haben andere Sitten und Gewohnheiten. Diese Erfahrung wird mich mein ganzes Leben begleiten, um mich auch auf Patienten verschiedenster Kulturen vorzubereiten. Schließlich hat mir das Studienkolleg sehr geholfen die deutsche Kultur besser zu verstehen und mich in die Gesellschaft einzumischen. Ohne das Studienkolleg wäre es  mir viel schwerer gefallen, mich in Deutschland einzuleben.

Verfasser: Sujan Maharjan / aufgezeichnet von Gabriele Döring-Suchan