FH-Studierende planen Bau für Pradip Yadavs Projekt „Ein Krankenhaus für Nepal“ (FSP 2010)

Als uns Pradip Yadav (FSP, M-Kurs 2010) vor knapp einem Jahr am 8. März 2017 im Studienkolleg besuchte, stellte er uns noch die vorbereitenden Konzepte für sein Projekt „Ein Krankenhaus für Nepal“ vor – eine Initiative infolge des verheerenden Erdbebens 2015.
Am  23.02.2018 präsentierten bereits 26 Studierende des Fachbereichs Architektur der Frankfurt University of Applied Sciences in großer stilistischer Bandbreite ihre Ideen und Entwürfe (Bachelor-Arbeiten) für den konkreten Krankenhausbau.

Dieses Projekt nimmt nun in beeindruckender Weise Form an:Die Konzepte reichten von futuristisch anmutenden, konzentrischen Gebäudekomplexen über Ensembles, die in Form von Gliedern einer Hand geformt waren, bis zu Bauten in nepalesischem Stil, erdbebensicher und aus örtlichen Naturstoffen konzipiert.

Die besten Modellen erhielten im Rahmen dieser Veranstaltung Förderpreise des Bund Deutscher Architekten, des Deutschen Architekturmuseums (DAM) u.a. Das geeignetste Modell dieses Krankenhaus wurde ebenfalls ausgewählt und wird nun weiter ausgearbeitet.

Im kommenden September wird eine Delegation aus Professoren des Fachbereichs Medizin, Experten für Krankenhausarchitktur und Investoren unter Leitung P. Yadavs nach Nepal reisen, um dort gemeinsam mit den verantwortlichen Behörden vor Ort das weitere Vorgehen zu planen.

Die Situation erweist sich als komplex: In Nepal kommen auf 5000 Menschen ein Arzt (während in Deutschland das Verhältnis 50:1 beträgt). Da Nepal ein Land mit einer der höchsten Verkehrstotenraten weltweit ist und häufige Erdrutsche und Erdbeben die Unfallrisiken erhöhen, stellen Traumata ein häufiges Krankheitsbild dar. Das Krankenhaus mit integriertem Trauma-Zentrum soll daher in einer Region gebaut werden, wo die Ärztedichte besonders gering ist und dringend CT- und MRT-Geräte benötigt werden, wo die Erdbebenwahrscheinlichkeit dennoch niedrig liegt und wo ein Ausbau der Infrastruktur dringend benötig wird. Geplant ist es daher im Flachland des Südostens, einem dicht besiedelten Gebiet, in dem jedoch die Zufahrtsstraßen für Baufahrzeuge erst noch gebaut werden müssen. Aber auch dies wurde bereits bei den zu besichtigenden Architekturentwürfen beachtet.

Wir (Kollegiaten und Lehrkräfte der aktuellen M-Kurse) waren sehr beeindruckt von der umfangreichen Entwicklung, die dieses Projekt bereits durchlaufen hat, und wünschen Herrn Yadav alles Gute und viel Erfolg bei allen weiteren Schritten!