Der TA-Kurs berichtet: Innovationen von der IAA 2015

Am 23. September 2015 war es soweit für uns: Die Messe IAA Frankfurt am Main, die internationale Automobil-Ausstellung Personenkraftwagen öffnete ihre Tore für uns.


Auf einer Ausstellungsfläche von rund 225.000 m² präsentierten auf der IAA Messe Frankfurt zahlreiche internationale Aussteller der Automobilindustrie ihre Produktpremieren. Neben Personenkraftwagen, Tuning- und Sonderfahrzeugen, Pkw-Anhängern, Werkstatt- und Garagenausrüstung bildeten insbesondere der Bereich der Hersteller von Pkw-Teilen und Zubehör sowie der Telematik einen Schwerpunkt auf der internationalen Automobilausstellung Frankfurt.
Neben dem breiten Angebot an Symposien für Fachbesucher ergänzte eine Fülle an Aktionen und Events das Rahmenprogramm für Leute mit und ohne Führerschein die IAA Frankfurt, vor allem auch Radfahrer.

Wer soll da den Überblick behalten? 219 Weltpremieren sind auf der IAA vorgestellt worden, rund 1100 Aussteller kämpften um die Aufmerksamkeit des Publikums. Auf dem Frankfurter Messegelände lässt sich die automobile Welt in hochkonzentrierter Form erleben. Je nach Perspekive war so gut wie alles interessant und aufregend. Es gab aber doch ein paar Neuheiten, die man auf jeden Fall gesehen haben sollte.

Es stimmt, kein anderes Marktsegment wächst derzeit so rasch wie das der SUVs. Der nach wie vor größte Anteil am Gesamtmarkt in Deutschland aber entfällt auf die Kompaktklasse. In den ersten acht Monaten dieses Jahres war mehr als jeder vierte neu zugelassene PKW in Deutschland ein Kompaktauto, exakt waren es 26,4 %.
Mit der IAA dürfte die Attraktivität dieser Farzeugspezies noch zunehmen. Denn gleich vier neue Modelle feierten in Frankfurt Weltpremiere. Allen voran der neue Opel Astra. Das Auto ist gegenüber den Vorgängermodellen leichter, kompakter und vernetzter geworden. Zudem gilt der Astra als wichtiges Produkt für das Wiedererstarken der Marke Opel.
Auch die japanische Marke Infiniti, ein Ableger von Nissan, wird demnächst im Kompaktsegment antreten. Und zwar mit dem Modell Q30, das sich die Plattform mit dem Mercedes GLA teilt. Bei Mini wiederum feiert die Neuauflage des Clubman Premiere. Der Fünf-Sitzer mit sechs Türen ist deutlich gewachsen und misst nun 4.25 Meter. Auch für diesen Typ gilt nun: „Willkommen in der Kompaktklasse.“

 

Neu an der Steckdose
Debüts der Elektro-Sportwagen Thunder Power und Artega Scalo

Hallen 5+8: Nur ein paar Meter vom Messestand des kalifornischen Elektroautobauers Tesla entfernt parkte das wohl interessanteste Elektrofahrzeug der IAA: eine gleißend weiß lackierte Limousine namens Thunder Power. Hinter dem Fahrzeug steht das gleichnamige taiwanesische Technologieunternehmen, das den Wagen, für dessen elegantes Design die italienische Firma Zagato verantwortlich zeichnet, ab 2017 in Europa und ab 2018 in China auf den Markt bringen will. Technisch soll das Auto neue Maßstäbe in Sachen Elektromobilität setzen. Die E-Maschine der Topvariante soll 432 PS leisten und das Auto in weniger als fünf Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 beschleunigen; die Reichweite wird mit „mehr als 650 Kilometer“ angegeben. Thunder Power gibt an, den Antriebsstrang zusammen mit Bosch, Dallara und CSI entwickelt zu haben. Auch ein deutscher Elektro-Sportwagen debütierte auf der IAA: der Artega Scalo, bestückt mit zwei Elektromotoren mit insgesamt 408 PS Leistung. Die Reichweite soll bei 400 Kilometern liegen. Zwölf Exemplare sind geplant, zum Preis von je 170.000 Euro. Und auch Next EV, ein Unternehmen, das bislang aus der Formel E bekannt war, hat einen E-Sportwagen angekündigt.

 

Jasmin Jukic, Omar Wichou